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	<title>OFFENE PLATTFORM &#187; transfer</title>
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	<description>Ein Weblog für die, die kein Blog haben.</description>
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		<title>Geht es? &#8211; es geht auch ohne Geld</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Feb 2009 18:26:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<description><![CDATA[Was macht man mit B&#252;chern, die man gelesen hat und die man wahrscheinlich nie wieder lesen wird? Oder die man geschenkt bekommt, aber nie lesen will? Wegwerfen, verschenken, verkaufen, auf dem Dachboden oder im Keller verstauben lassen? Es gibt auch noch andere M&#246;glichkeiten. In Bonn gibt es drei sog. B&#252;chervitrinen (siehe Foto). Dort kann Jeder… <a href="http://www.offene-plattform.de/2009/02/05/geht-es-es-geht-auch-ohne-geld/" rel="bookmark">Alles lesen</a>]]></description>
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<p>Was macht man mit B&uuml;chern, die man gelesen hat und die man wahrscheinlich nie wieder lesen wird? Oder die man geschenkt bekommt, aber nie lesen will? Wegwerfen, verschenken, verkaufen, auf dem Dachboden oder im Keller verstauben lassen? Es gibt auch noch andere M&ouml;glichkeiten.</p>
<p><img align="right" src="http://www.offene-plattform.de/wp-content/uploads/2009/02/vitrine_op.gif" alt="Buchvitrine Bonn" width="120" height="204" /></p>
<p>In Bonn gibt es drei sog. B&uuml;chervitrinen (siehe Foto). Dort kann Jeder B&uuml;cher einstellen und man kann sich diese B&uuml;cher dann mitnehmen (und dann auch wieder zur&uuml;ck bringen). Einstellen mache ich mehr oder weniger regelm&auml;&szlig;ig. Finde ich eine sehr gute L&ouml;sung, zumal diese Vitrine rege genutzt wird.</p>
<p>Das Phänomen wurde jetzt wissenschaftlich unter die Lupe genommen. Der Konsum&ouml;konom Professor Michael-Burkhard Piorkowsky von der Landwirtschaftlichen Fakult&auml;t der Uni Bonn hat sich mit seinen Studenten dem B&uuml;cherschrank gewidmet. Dabei ist <a href="http://www.general-anzeiger-bonn.de/index.php?k=loka&amp;itemid=10004&amp;detailid=552233" target="_blank">Bemerkenswertes festgestellt</a> worden: </p>
<ol>
&#8220;Books outdoor&#8221; stelle in Bonn eine Alternative zum klassischen Buchhandel dar.</ol>
<ol>
Der B&uuml;cherschrank ist keinesfalls einfach ein Markt, denn es herrsche hier nicht das Prinzip von Angebot und Nachfrage.</ol>
<ol>
Es ist keine Tauschb&ouml;rse im klassischen Sinne, &#8220;denn die Leute bringen ja zum Teil auch B&uuml;cher mit, ohne etwas daf&uuml;r im Tausch zu erhalten. Es kann eher von einer Transfer&ouml;konomie, einer freiwilligen &Uuml;bertragung, gesprochen werden.</ol>
<ol>
Viele bringen gelesene B&uuml;cher wieder zur&uuml;ck in die Vitrine. Für viele sei &#8220;books outdoor&#8221;  zu einer Alternative zur &ouml;ffentlichen Bibliothek geworden.</ol>
<ol>
Die Nutzer kommen miteinander ins Gespr&auml;ch und es entwickeln sich v&ouml;llig neue Kommunikationsnetze, die es ohne den Schrank nicht geben w&uuml;rde.</ol>
<ol>
Die Nutzer r&auml;umen den Schrank in Eigeninitiative auf und s&auml;ubern ihn. Benutzer, die zu viele B&uuml;cher gleichzeitig entnehmen, w&uuml;rden von anderen gema&szlig;regelt.</ol>
<p>Piorkowsky kommt zu dem Ergebnis, &#8220;dass solche alternativen Systeme durchaus realistisch sind&#8221;. &Auml;hnliche Versorgungssysteme f&uuml;r andere Waren einzurichten, sehen die Nutzer als durchaus chancenreich an (Musik-CDs oder Kinderspielzeug).</p>
<p>Ein sehr interessantes Ergebnis. Es muss also nicht immer um Umsatz, Gewinnerzielung, Gewinnmaximierung gehen. Es bilden sich stabile Alternativen, &uuml;ber die Nachzudenken sich lohnt. </p>

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