Blogger muss man eliminieren oder richtig einschüchtern
| 13. November 2009 | Veröffentlicht von Hans unter Allgemein |
In Kuba sieht das Leben eines Bloggers/einer Bloggerin ganz anders aus, als hierzulande:
Sie wissen, dass sie nicht die gleichen Methoden wie bei all den Journalisten anwenden können, um einen Blogger zum Schweigen zu bringen. Diese Nervensägen des Web kann man nicht einfach aus einer Redaktion entlassen, man kann ihnen auch keine Ferienwoche in Varadero oder einen Lada versprechen. Um einen Blogger auszulöschen, muss man ihn eliminieren oder richtig einschüchtern. Sie haben begonnen, das zu verstehen, sie, der Staat, die Partei, der General.
(Yoani Sánchez bei taz.de; Sie lebt als unabhängige Bloggerin in Havanna, Kuba. Am 7. November wurde sie von Sicherheitskräften, die sich nicht auswiesen, in ein Auto gezerrt und rund 30 Minuten lang unter Drohungen und Beschimpfungen verprügelt.)
Informationen zur Autorin/zum Autor
Dieser Artikel wurde am 13.November 2009 von Hans geschrieben.
Etwas zur Person:
Am Rande der Eifel, etwas südlich von Bonn, wohne ich zur Zeit. Die Arbeit führt mich jeden Arbeitstag nach Köln.
Vor einigen Jahren habe ich damit begonnen zu bloggen und bin vor nicht allzu langer Zeit über den Kontakt zu den Blog Patenschaften auf die Idee gekommen, das Blog OFFENE PLATTFORM zu eröffnen. Ein Angebot für die, die selbst kein Blog betreiben, betreiben wollen - aus welchen Gründen auch immer.
Ich betreue dieses Blog und unterstütze bei Bedarf die Autoren, die hier veröffentlichen möchten, in technischer Hinsicht. Erreichbar bin ich schnell und unkompliziert über das Contact-Formular. Wie man sieht, steuere ich ab und an einen Artikel bei.
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Dies ist ein Blog für die, die selbst kein Blog haben - weil sie sich nicht mit der Technik befassen wollen, weil sie keine Zeit haben, ein eigenes Blog zu betreiben..... usw.. Hier kann der "Off-Liner" bloggen - nur mal so, zu einem Thema oder ständig über ein Projekt etc. Bei Interesse, bitte über das 





Finde ich sehr traurig.. Gott sei Dank ist in Deutschland einiges anders!
Stimmt – aber auch die kubanischen Machthaber werden über kurz oder lang akzeptieren müssen, das sich ihr “Reich” nicht so einfach abschotten lässt.
Das wird dann aber sicherlich abrupt werden. Heute kam im Radio ein Mitschnitt aus einem Stasi-Funkverkehr im Zuge der Wende. Ein Mitarbeiter berichtete darüber, wie das Volk dafür sorgte, dass sehr zügig ein neuer Grenzübergang geöffnet wird. Der andere Stasi-Mitarbeiter war zunächst hörbar deprimiert (er sagte immer nur “hmm”). Dann tauschten sich beide wertend über das Geschehen aus: “Wo sind wir nur hingekommen, dem Mob gehört die Straße! Wie die uns treiben!”… Alles gute für Frau Sanchez.
Den Mitschnitt habe ich auch gehört – immer wieder interessant. Zeigt aber auch, wie hilflos im Grunde die sind, vor denen die Menschen vorher Angst hatten.
Wie das mal in Kuba ablaufen wird? Ich glaube ähnlich. Wenn Fidel Castro stirbt, wird auch das System sich ändern, ohne das es zu spektakulären Ereignissen kommt.