Mühelos leben und arbeiten – geht das?
| 21. April 2009 | Veröffentlicht von Seraphina unter Alltagsschilderungen, Mühelos leben, lernen, arbeiten |
Ich bin Seraphina, Mitte 40 und lebe in einer Großstadt. Mein Leben lang habe ich mich angestrengt, eine gute Tochter, Mutter, Ehefrau, Arbeitnehmerin zu sein, mit dem Ergebnis, mich ausgebrannt und leer zu fühlen.
Daraufhin habe ich eine Reise zu mir selbst angetreten und bin auf neuen Wegen unterwegs. Mit dem Ziel, mühelos zu leben und zu arbeiten.
Ich habe Autoren gefunden z. B. Jacob Liberman, die den Weg dahin beschreiben.
Ich würde mich über einen Erfahrungsaustausch mit anderen über dieses Thema freuen und es als bereichernd empfinden, das erworbene Wissen lebendig werden zulassen.
Meine ersten Übungen auf dem Weg zum mühelosen Leben sind das Praktizieren von Achtsamkeit, das Herausfinden der Triebfeder meines Handelns.
Ich habe gelesen, dass müheloses Lesen so gehen soll:
- leicht im eigenen Rhythmus atmen
- entspannen
- lineares Denken loslassen
- offenes Denken
- Bewusstheit, um zu merken, wenn ich wieder in alten Mustern bin und dies dankbar annehmen
- zu wissen, das da mehr in mir ist als nur der lineare Verstand
Ein Erlebnis hatte ich zum mühelosen Lesen, so dass ich eine Ahnung davon bekommen habe, was der Autor meinen könnte.
Im Urlaub hatte eine Mitreisende Ihr Unterrichtsmaterial mit dabei. Das Thema interessierte mich und wir tauschten uns darüber aus. Ich bat Sie, mir Ihre Unterlagen zum Nachlesen zu überlassen. Ich setzte mich an einen schönen Ort und vertiefte mich 2 Stunden in ein Skript mit ca. 80 Seiten und in ein Buch mit ca. 150 Seiten.
Ich las diesmal anders. Indem ich blätterte und wenn mich Überschriften oder Wörter ansprangen, dann erst vertiefte ich mich. Nebenbei machte ich mir Notizen. Irgendwann hatte ich das Gefühl, jetzt ist es genug und hörte auf zu lesen. Ich gab meiner Mitreisenden die Unterlagen zurück, die sie bis dahin noch nicht gelesen hatte. Sie wollte meine Meinung wissen. Ich fing an zu erzählen und merkte, dass ich ihr einen kleinen Vortrag über das Wesentliche des Themas hielt. Hinterher stellte ich für mich fest, das mir das Studium des Materials und auch der “Vortrag” leicht gefallen waren, mühelos.
Mich interessiert, ob jemand Erfahrung mit dem Thema gemacht hat und darüber berichten möchte. Außerdem interessiert mich, ob sich dies auf andere Bereiche übertragen lässt, z. B: Beruf, Prüfung.
Beim Stöbern im Web zu diesen Themen, habe ich ein sehr interessantes Blog von Georg Helmut mit dem Titel „Anders leben wollen“ gefunden.
Ich freue mich auf Rückmeldungen.
Liebe Grüsse
Seraphina
Informationen zur Autorin/zum Autor
Dieser Artikel wurde am 21.April 2009 von Seraphina geschrieben.
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Dies ist ein Blog für die, die selbst kein Blog haben - weil sie sich nicht mit der Technik befassen wollen, weil sie keine Zeit haben, ein eigenes Blog zu betreiben..... usw.. Hier kann der "Off-Liner" bloggen - nur mal so, zu einem Thema oder ständig über ein Projekt etc. Bei Interesse, bitte über das 





ich kenne diese Mühelosigkeit, wenn ich “in meiner Mitte” bin, d.h. wenn ich meinen eigenen Rhythmus gefunden habe und mich nicht von außen oder anderen aus dem Gleichgewicht bringen lasse. Dann ist es egal, wo ich gerade bin, ob ich arbeite oder nichts tue, mit anderen zusammen bin oder allein, ich bin stimmig und ganz da. Wichtig dabei ist auch, dass mir z.B. mein Tun sinnvoll erscheint und ich das Gefühl habe, für mich hier und jetzt genau das richtige zu tun. Das war bei meiner früheren Arbeit nur selten der Fall, aber seit ich hier mein Patchworkhofprojekt aufbaue, erfahre ich diese Leichtigkeit sehr viel öfter.
Hallo Inga Wocker,
vielen Dank für Ihre Antwort. Ich finde es für mich ermutigend zu lesen, das andere schon diese Leichtigkeit leben können. Mich würde sehr interessieren, wie Sie in Ihre MItte kommen. Machen Sie spezielle Übungen? Folgen Sie Ihrer Intuition? Für mich ist das sehr schwierig den eigene Rhythmus zu finden und auch dort zu bleiben. Mir hilft dabei Qui Gong und die Musik. Im Alltag finde ich es besonders schwierig, da hier die Ablenkung viel größer ist.
Ich würde mich sehr über eine Antwort freuen.
Herzlich
Seraphina
in einer ruhigen Gegend wie hier auf dem Land und allein mit den Tieren klappt es ganz gut, mir meine Mitte bewußt zu machen und aus ihr heraus zu leben, ich habe jedoch große Schwierigkeiten, wenn ich z.B. mit anderen zusammen bin oder mich in einer ganzen Gruppe oder auf einer Veranstaltung oder einem Fest befinde. Spezielle Übungen mache ich dazu nicht. Manchmal hilft mir, meine Hand auf den Bauch zu legen und mir zu sagen, dass ich hier in meiner Mitte bleiben will und im Jetzt. Vor einigen Tagen bin ich auf ein Angebot des Bistums Mainz gestoßen, die Unterlagen für Exerzitien im Alltag anbieten, das probiere ich gerade aus.
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