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“Verantwortung” ist eine schwere Verantwortung

Was ist eigentlich Verantwortung?
Was bedeutet Verantwortung für Dich?

Dazu möchte ich eine Blogparade starten, die ich hiermit beginnen lasse und die mir, mit Eurer Hilfe, hoffentlich Einiges an Klarheit zu einem Begriff bringt, über den ich noch nie wirklich nachgedacht habe.

So startet Frank Obels Blogparade zum Thema “Verantwortung”. Bis zum 07. November läuft die Parade noch.

Sehr spannend, denn so wie Frank wird es vielen Menschen gehen; es wird viel von Verantwortung, von Verantwortung übernehmen, geredet, aber ich nehme an, dass überwiegend nicht bewusst damit umgegangen wird. So wie mit vielen anderen Begriffen auch.

Das Schöne an Blogparaden ist, dass man sich bei Teilnahme mit dem jeweiligen Thema auseinandersetzen muß. Und das führt oft zu weiten Ausflügen in verschiedene ‘Nachdenkgegenden’. Oft betritt man unbekanntes Land, was aber auch den Reiz von Blogparaden ausmacht. Und das von Frank gewählte Thema geht stark in diese Richtung.
Ich versuche mich mal an den Thema, bin mir aber nicht sicher, inwieweit ein brauchbarer Beitrag dabei heraus kommt.

Laut Wahrig ist “Verantwortung” die Pflicht, Bereitschaft, für seine Handlungen einzustehen, ihre Folgen zu tragen. (Als ‘Handlung’ soll hier auch ein Unterlassen gelten, so wie es auch im § 823 BGB verstanden wird)

Auf den ersten Blick eine simple Sache – ich handle und muß dann natürlich auch für die Folgen dieser Handlung einstehen. Dies unabhängig davon, ob ich wußte, was aus meiner Handlung resultiert? Schon wird es schwierig – Beispiel:
Ich rauche, obwohl mir bekannt ist, dass dies zu schweren Krankheiten führen kann. Ich muß dann auch die Folgen tragen.
Ich esse Obst, weil Obst gesund ist. Irgendwann wird festgestellt, daß eine bestimmte Sorte Obst, die ich auch immer gegessen habe, zu schweren Erkrankungen führen kann. Tritt das später bei mir auf, muß ich auch in diesem Fall die Folgen tragen, obwohl ich diese so nicht vorher kannte! Dumm gelaufen – so sagt man wohl in solchen Fällen. Trage ich also Verantwortung, ohne “schuldig” zu sein? In diesem Fall ist das so. Ich bin ‘unschuldig’, muß aber trotzdem den ‘Schuldspruch’ ertragen.
Im zwischenmenschlichen Bereich sieht das schon anders. Dort bin ich nur für die Folgen meiner Handlungen verantwortlich, die ich nicht vorhersehen konnte, oder? Hier spielt also auch die ‘Schuldfrage’ eine Rolle.

Manchmal muß ich aber auch für Handlungen Dritter Verantwortung übernehmen – wer kennt ihn nicht, den Spruch: Eltern haften für ihre Kinder! Dann ist mir die Verantwortung für Dritte, und somit auch für deren Handlungen, übertragen worden. Oft eine Bürde, neben der Freude, die auch damit verbunden ist.
Manchmal muß ich die Verantworung für Dritte nicht übernehmen, tue es aber trotzdem. Zum Beispiel bei Verwandten oder Freunden, die dies in Folge Krankheit nicht mehr können.

Eine besondere Form der Verantwortung, ist die z.Zt. gerade sehr aktuelle “politische Verantwortung”. Diese wird meist “übernommen”; der Übernehmende ist meist ein sog. Bauernopfer oder Sündenbock. Allerdings ist dies meiner Ansicht nach kein Eintreten für die Folgen einer Handlung. Die Folgen von verfehlten Handlungen übernimmt der zurücktretende Politiker ja nicht. Er tritt zurück – die eigentlichen Folgen der Verfehlungen tragen dann andere, meist die Steuerzahler.

Wie weit reicht meine Verantwortung? Eine immer wieder diskutierte Frage! Bin ich dafür verantwortlich, daß in den Ländern Afrikas Menschen verhungern? Bin ich dafür verantwortlich, daß in Asien Kinder unter menschenunwürdigen Bedingungen arbeiten? Bin ich dafür verantwortlich, daß sich das Klima dramatisch verändert?
Hier wird es spannend. Ich fühle mich dafür Verantwortlich, auch wenn ich nicht immer weiß, welche meiner Handlungen welche Folgen verursacht. Hier versuche ich mir klar zu werden, was ich tun kann, um einen positiven Effekt zu bewirken. Das ist oft sehr problematisch, aber kein Grund zu sagen: Ob ich als Einzelner überhaupt etwas bewegen kann? und dann so weiter zu machen, wie bisher. Ich glaube, daß dies unser größtes Problem ist. Wenn wir nichts tun – auch wenn es oft sehr wenig zu sein scheint – dann wird sich nichts ändern. Das ist so und das muß sich jeder bewußt machen.

So, das wäre mein Beitrag zu Franks Blogparade.

Hans

Wer hat bisher schon mitgemacht? Das sind:
Lebensblog
Chakra Balance Blog
Gemeinsam Leben
Mach das Beste aus Deinem Leben
ver-rueckt.net
Digital Diary
Märchenblog

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Informationen zur Autorin/zum Autor

Dieser Artikel wurde am 26.Oktober 2008 von admin geschrieben.
Etwas zur Person: Am Rande der Eifel, etwas südlich von Bonn, wohne ich zur Zeit. Die Arbeit führt mich jeden Arbeitstag nach Köln. Vor einigen Jahren habe ich damit begonnen zu bloggen und bin vor nicht allzu langer Zeit über den Kontakt zu den Blog Patenschaften auf die Idee gekommen, das Blog OFFENE PLATTFORM zu eröffnen. Ein Angebot für die, die selbst kein Blog betreiben, betreiben wollen - aus welchen Gründen auch immer. Ich betreue dieses Blog und unterstütze bei Bedarf die Autoren, die hier veröffentlichen möchten, in technischer Hinsicht. Erreichbar bin ich schnell und unkompliziert über das Contact-Formular. Wie man sieht, steuere ich ab und an einen Artikel bei.
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3 Antworten zu “Verantwortung” ist eine schwere Verantwortung

  1. [...] Hans stellt die interessante Frage, wie es sich mit Verantwortung bei Handlungen verhält, bei denen man im Vorfeld nicht weiss, welche Folgen aus der Handlung resultieren? Insbesondere aus rechtlicher und politischer Sicht interessant. [...]

  2. [...] Hans stellt die interessante Frage, wie es sich mit Verantwortung bei Handlungen verhält, bei denen man im Vorfeld nicht weiss, welche Folgen aus der Handlung resultieren? Insbesondere aus rechtlicher und politischer Sicht interessant. [...]

  3. [...] Hans stellt die interessante Frage, wie es sich mit Verantwortung bei Handlungen verhält, bei denen man im Vorfeld nicht weiss, welche Folgen aus der Handlung resultieren? Insbesondere aus rechtlicher und politischer Sicht interessant. [...]

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