Armut, Poverty, Pobreza, Poverta, Pauvrete
| 15. Oktober 2008 | Veröffentlicht von admin unter Aktionen |
Armut gibt es weltweit, in jedem Land, unabhängig vom finanziellen Allgemeinzustand des jeweiligen Landes. Selbst in den reichsten Ländern gibt es Armut. Diese Länder wären allerdings in der Lage, diese zu mildern, ja zu beseitigen. Geld scheint ja da zu sein, wenn man sieht, mit welchen Unsummen die Regierungen gerade das Finanzsystem stützen wollen. Dagegen sind die 16 Milliarden US-Dollar, die die UNO für den Kampf gegen die Armut aufgetrieben hat, ein besseres Taschengeld. Ob sie dieses Geld wirklich bekommt, ist darüber hinaus noch nicht mal sicher.
Weltweit nimmt die Armut auch weiter zu. Lebensmittel werden teuerer, Energiepreise steigen, was insbesondere bei den Menschen zu einer fatalen Wirkung führt, die gerade so über die Runden kommen. Die sogenannten Experten (wie z.B. die Weltbank) haben das Ausmaß der weltweiten Armut unterschätzt. Was mich nicht wundert; unsere Finanzexperten werden anscheinend ja auch von dem derzeitigen Geschehen an den Finanzmärkten überrascht.
Das erinnert mich an Versprechen unserer Politiker, die Zahl der Arbeitslosen innerhalb weniger Jahre um die Hälfte zu reduzieren.
Eine Auswirkung der derzeitigen Finanzkrise wird sein, das noch weniger Geld in die Armutsbekämpfung fliessen wird, das noch mehr Menschen in Folge Rückgang der Wirtschaftsleistung und daraus resultierenden Arbeitsplatzverlusten in die Armut gedrängt werden.
Weiterhin tickt die ‘Zeitbombe Kinderarmut‘, wie der Deutschen Kinderschutzbundes (DKSB). 2,5 Mio. Kinder leben in Deutschland heute auf Sozialhilfeniveau. Besserung ist momentan nicht abzusehen.
Deprimierende Situation, oder? Was kann dagegen getan werden?
Hilfsorganisationen gibt es bereits – es sind zu wenige und sie sind überfordert.
Auf die Regierungen setzen? – das hat bisher auch nicht funktioniert. Entwicklungshilfe wird nicht entsprechend den Versprechungen gezahlt oder fliesst in Hände, die sie nicht für den beabsichtigten Zweck einsetzen.
Ist die Finanzkrise die Zäsur, die vielleicht ein Umdenken bewirkt?
Es geht darum, Veränderungen zu schaffen, die es den Menschen ermöglicht, aus eigener Kraft dauerhaft menschenwürdig zu leben. Mir fällt dazu das Beispiel der von Stefanie Christmann gegründeten Initiative ein, die alleinerziehenden Frauen in Äthiopien und Nepal Esel finanziert. Die Frauen erhalten weibliche Tiere, damit sie selbst Nachwuchs aufziehen können, den sie dann verkaufen können. Mit der “Eselin” bekommt jede Frau einen 80-l-Wassercontainer aus Kautschuk. Ein Esel plus Wasserbehälter kostet ca. 100 Euro. Damit sind die Frauen in der Lage, sich und ihren Kindern eine Existenz aufzubauen. Simpel, aber wirksam!
Diese Initiative wird nicht die Weltarmut beseitigen, aber viele ähnliche Initiativen werden eine große Wirkung haben. Das ist meine Hoffnung.
Hans
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Dieser Artikel wurde am 15.Oktober 2008 von admin geschrieben.
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Am Rande der Eifel, etwas südlich von Bonn, wohne ich zur Zeit. Die Arbeit führt mich jeden Arbeitstag nach Köln.
Vor einigen Jahren habe ich damit begonnen zu bloggen und bin vor nicht allzu langer Zeit über den Kontakt zu den Blog Patenschaften auf die Idee gekommen, das Blog OFFENE PLATTFORM zu eröffnen. Ein Angebot für die, die selbst kein Blog betreiben, betreiben wollen - aus welchen Gründen auch immer.
Ich betreue dieses Blog und unterstütze bei Bedarf die Autoren, die hier veröffentlichen möchten, in technischer Hinsicht. Erreichbar bin ich schnell und unkompliziert über das Contact-Formular. Wie man sieht, steuere ich ab und an einen Artikel bei.
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